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Das gelbe Küken Federchen steht neben Mama Henne im Stroh und schaut zu den Hühnern auf der Stange

Gute-Nacht-Geschichte

Federchen will auf die Stange

  • ab 3 Jahren
  • ca. 3 Min. vorlesen
  • 3 Min. anhören
  • 16 Seiten
  • Papierkunst

Heute Abend will Federchen, das kleinste Küken im Stall, oben auf der Stange schlafen wie die Großen. Doch Flattern endet im Stroh, die Hühnerleiter wackelt, und der Futtertrog kippt mit lautem Klonk. Dann hat Federchen eine Idee – und findet den weichsten Schlafplatz im ganzen Stall.

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Die Geschichte zum Vorlesen

Federchen steht im Stall und schaut entschlossen zur hohen Stange hinauf
Seite 1

Federchen ist das kleinste Küken im Hühnerstall. Und heute Abend will Federchen schlafen wie die Großen: oben auf der Stange.

Drei weiße Hühner flattern auf die Stange, unten winkt Federchen
Seite 2

Die Sonne geht unter. Hühner gehen mit der Sonne ins Bett. Eins, zwei, drei flattern die weißen Hühner hinauf. „Gute Nacht, Federchen!“

Federchen hüpft und flattert unter der Stange
Seite 3

„Ich will auf die Stange! Wie die Großen!“ Federchen hüpft. Und hüpft. Und flattert mit ihren kleinen Flügeln. Flatter, flatter …

Federchen sitzt im Stroh, gelber Flaum segelt herunter, die Hühner schauen von oben
Seite 4

Plumps! Federchen sitzt im Stroh. Ein bisschen gelber Flaum segelt hinterher. Von oben gackert es: „Morgen vielleicht!“

Federchen klettert die wackelige Hühnerleiter hinauf
Seite 5

Da steht die kleine Hühnerleiter. Federchen klettert: tipp, tapp, Sprosse um Sprosse. Die Leiter wackelt. Wackel, wackel. Federchen auch.

Federchen rutscht mit großen Augen die Leiter hinunter
Seite 6

Oben ist es so hoch! Federchen guckt runter. Huiii. Federchen guckt lieber nicht mehr runter. Rutsch, rutsch – schon ist sie wieder unten.

Federchen balanciert stolz auf dem Rand des Futtertrogs
Seite 7

Dann eben eine eigene Stange! Federchen hüpft auf den Futtertrog. Sein Rand ist schmal und lang. Fast wie eine Stange.

Der Futtertrog kippt, Körner fliegen, der Hahn schreckt hoch
Seite 8

Federchen macht die Augen zu. Da kippt der Trog. Klapper, klapper, klonk! Körner überall. Der Hahn wacht auf: „Kikeri– was?“

Federchen steht allein und traurig zwischen verstreuten Körnern
Seite 9

Jetzt sind alle wach. Federchen steht zwischen den Körnern. Ganz allein unten im Stroh. „Ich bin zu klein für alles“, piepst sie.

Mama Henne setzt sich weich und rund ins Stroh
Seite 10

Da flattert Mama Henne von der Stange herunter. Sie setzt sich ins Stroh, dick und rund und weich. „Komm her, Federchen.“

Federchen klettert über Mamas Flügel auf ihren Rücken
Seite 11

Aber Federchen hat eine Idee. Sie klettert an Mama hoch. Über den Flügel, bis ganz nach oben auf Mamas Rücken. „Meine Stange!“

Federchen sitzt auf Mamas Rücken, alle Hühner und der Hahn lachen
Seite 12

„Die weichste Stange im ganzen Stall!“ Die Hühner lachen. Der Hahn lacht. Mama lacht so sehr, dass Federchen wackelt. Wackel, wackel – rutsch!

Unter Mamas Flügel guckt nur ein bisschen gelber Flaum hervor
Seite 13

Und schwupp, rutscht Federchen unter Mamas Flügel. Da ist es dunkel und warm. Wie unter einer Decke aus Federn. Eine Flügeldecke!

Federchen schaut unter dem Flügel hervor zu den schlafenden Hühnern auf der Stange
Seite 14

Federchen streckt den Kopf heraus. Oben auf der Stange sitzen die Großen. Ganz schön zugig da oben. Federchen zieht den Kopf wieder ein.

Mama Henne im Mondlicht, Federchens Kopf schaut unter dem Flügel hervor
Seite 15

„Morgen will ich auf die Stange“, flüstert Federchen. „Wie die Großen.“ „Morgen vielleicht“, flüstert Mama. Draußen geht der Mond auf.

Mama Henne schläft im Stroh, Federchen ganz unter ihrem Flügel
Seite 16

Heute aber nicht. Heute schläft Federchen unter der Flügeldecke. Ganz warm. Ganz weich. Und ganz, ganz leise: Piep. Gute Nacht.

Ein kleiner Hühnerstall mit leuchtendem Fenster unter dem Mond

Ende. Gute Nacht!

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