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Ein kleiner roter Marienkäfer mit sieben Punkten sitzt auf einem Blatt, daneben Schnecke, Ameise und Raupe

Gute-Nacht-Geschichte

Marienkäfer Mia zählt Punkte

  • ab 3 Jahren
  • ca. 3 Min. vorlesen
  • 4 Min. anhören
  • 16 Seiten
  • Kawaii

Jeden Abend zählt Mia ihre Punkte bis sieben. Doch heute rollt etwas Rundes von ihrem Rücken, und sie kommt nur noch bis sechs. Mia sucht bei der Schnecke, bei der Ameise und bei der Raupe – und am Ende zählen alle zusammen. Nur die Schnecke braucht ein bisschen länger.

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Die Geschichte zum Vorlesen

Marienkäfer Mia sitzt im Abendlicht auf einem Blatt und zählt ihre Punkte
Seite 1

Mia ist ein kleiner Marienkäfer. Jeden Abend, bevor sie schläft, zählt sie ihre Punkte: „Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben – alle Punkte sind geblieben!“

Ein runder Tautropfen rollt von Mias Rücken, Mia dreht sich erschrocken um
Seite 2

Heute rollt etwas Kleines, Rundes von ihrem Rücken. Plopp! Mia zählt: „Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs …“ Sechs? „Mein siebter Punkt ist weg!“

Mia zeigt auf den runden Fleck am Schneckenhaus
Seite 3

Mia krabbelt los. Am Stein sitzt die Schnecke. Auf ihrem Haus ist ein runder Fleck. „Ist das mein Punkt?“

Die Schnecke spricht ganz langsam, Mia wartet geduldig
Seite 4

„Nein“, sagt die Schnecke ganz langsam. „Das … ist … die … Mitte … von … meinem … Haus.“ Bis sie fertig ist, ist es schon dunkler.

Die Ameise trägt ein schwarzes Mohnkorn, Mia läuft hinterher
Seite 5

Mia krabbelt weiter. Da läuft die Ameise vorbei. Sie trägt etwas Schwarzes, Rundes. „Halt! Das ist mein Punkt!“

Die Ameise verschwindet mit dem Mohnkorn in ihrem Loch, Mia lässt die Fühler hängen
Seite 6

„Das ist kein Punkt“, sagt die Ameise. „Das ist ein Mohnkorn. Mein Abendbrot!“ Und husch, ist sie weg. Noch immer nur sechs.

Die grüne Raupe mit vielen Punkten bietet Mia einen an
Seite 7

Auf einem Blatt liegt die Raupe. Sie hat ganz viele Punkte, eine lange Reihe. „Nimm dir einen“, sagt die Raupe. „Ich hab genug.“

Mia zupft an einem Raupenpunkt, die Raupe kichert
Seite 8

Mia zupft. Die Raupe kichert: „Das kitzelt!“ Aber der Punkt bleibt, wo er ist. Raupenpunkte sind festgewachsen. Genau wie Mias.

Mia sitzt allein und traurig auf einem Grashalm in der dunklen Wiese
Seite 9

Jetzt ist es dunkel. Mia sitzt allein auf einem Grashalm. „Ohne sieben kann ich nicht schlafen“, flüstert sie. „Sechs ist zu wenig.“

Ein glänzender Tropfen rollt den Grashalm hinunter, Mia staunt
Seite 10

Da – plopp! Ein Tropfen fällt neben sie. Rund und glänzend. Er rollt davon. Mia staunt. „Das war gar kein Punkt! Das war ein Tropfen!“

Mia ruft im Mondlicht nach Schnecke, Ameise und Raupe
Seite 11

„Dann ist mein Punkt noch da! Aber wo?“ Mia kann ihren Rücken nicht sehen. Da ruft sie: „Schnecke! Ameise! Raupe! Zählt ihr mal!“

Ameise und Raupe zählen Mias Punkte, die Schnecke ist noch am Anfang
Seite 12

Die Ameise zählt. Die Raupe zählt. „… fünf, sechs, sieben! Da, ganz oben, mitten auf dem Rücken!“ Die Schnecke ist erst bei drei.

Die Ameise winkt zum Abschied, die Raupe rollt sich ein, Mia lacht
Seite 13

Mia lacht. „Alle Punkte sind geblieben!“ Die Ameise winkt und geht heim. Die Raupe rollt sich ein. Die Schnecke zählt noch. Ganz langsam.

Mia krabbelt unter ein Blatt, am Himmel gehen die Sterne an
Seite 14

Mia krabbelt unter ihr Blatt. Der Mond scheint. Die Sterne gehen an, einer nach dem anderen. Die Wiese wird still.

Mia sitzt schläfrig unter ihrem Blatt im Mondlicht
Seite 15

Mia zählt noch einmal. Ganz leise. „Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben … alle Punkte sind geblieben.“

Mia schläft unter ihrem Blatt, in der Ferne döst die Schnecke
Seite 16

Von weit weg hört sie die Schnecke: „… vier.“ Mia lächelt. Sieben Punkte. Augen zu. Gute Nacht, Mia.

Ein gewölbtes Blatt mit einem leuchtenden Tautropfen in der Mondnacht

Ende. Gute Nacht!

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