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Hanna kniet mit ihren fünf Kuscheltieren im weißen Gitterbett, Papa lehnt lächelnd am Gitter

Gute-Nacht-Geschichte

Tschüss, Gitterbett

  • ab 4 Jahren
  • ca. 4 Min. vorlesen
  • 4 Min. anhören
  • 16 Seiten
  • Bilderbuch

Hannas Gitterbett ist zu klein geworden, heute Abend holt Tante Rosi es für Baby Fritzi ab. Hanna sagt richtig Tschüss: zu den Zahnstellen, zum Kuscheltier-Zoo und zum Sternenmobile. Doch beim Mobile kommt kein Tschüss mehr heraus.

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Die Geschichte zum Vorlesen

Hanna liegt ausgestreckt im Gitterbett, ihre Füße gucken zwischen den Stäben heraus
Seite 1

Hannas Gitterbett ist zu klein geworden. Wenn sie sich streckt, gucken ihre Füße zwischen den Stäben raus. „Heute Abend holt Tante Rosi das Gitterbett“, sagt Papa. „Für Baby Fritzi.“

Hanna hält sich trotzig an den Stäben ihres Gitterbetts fest
Seite 2

Hanna hält sich an den Stäben fest. „Aber das ist mein Bett!“ Das Gitterbett knarzt. Knarz. Fast wie: Ich weiß. „Na gut“, seufzt Hanna. „Dann sag ich richtig Tschüss.“

Papa zeigt Hanna kleine Zahnkerben oben auf dem Gitterbett
Seite 3

Oben auf dem Holz sind lauter kleine Kerben. „Was ist das?“, fragt Hanna. „Deine ersten Zähne“, sagt Papa. „Du hast alles angeknabbert. Das Bett. Den Teddy. Meinen Daumen.“

Hannas Hand liegt auf den winzigen Zahnkerben im weißen Holz
Seite 4

Hanna streicht über die Kerben. Ganz klein, ganz rau. „Tschüss, Zahnstellen“, flüstert sie. „Tschüss, Gitterbett.“ „Knarz“, sagt das Gitterbett. Das war leicht. Einmal Tschüss geschafft.

Fünf Kuscheltiere im Gitterbett, das Krokodil liegt quer, die Giraffe guckt durch die Stäbe
Seite 5

Dann holt Hanna ihren Kuscheltier-Zoo: Löwe, Schaf, Giraffe, Elefant und Krokodil. Alle fünf ziehen noch mal ins Gitterbett. Das Krokodil passt nur quer. Die Giraffe guckt durch die Stäbe.

Hanna drückt das grüne Plüschkrokodil fest an sich
Seite 6

„Hier habt ihr immer gewohnt“, sagt Hanna. Sie drückt jedes Tier. Das Krokodil will zweimal. „Tschüss, Gitterbett.“ „Knarz.“ Das war schon schwerer. Zweimal Tschüss geschafft.

Hanna pustet das Mobile mit den fünf gelben Sternen an
Seite 7

Über dem Gitterbett hängt das Sternenmobile. Fünf gelbe Sterne an einem Holzring. Hanna pustet. Pühh. Die Sterne drehen sich. So wie jeden Abend, seit Hanna ein Baby war.

Hanna sitzt mit einer Träne auf der Wange unter dem Sternenmobile
Seite 8

Hanna macht den Mund auf für Tschüss. Aber es kommt kein Tschüss. Nur eine dicke Träne. „Die Sterne nicht“, flüstert sie. Da klingelt es an der Tür. Dingdong!

Papa baut das Gitterbett ab, Tante Rosi hält Baby Fritzi auf dem Arm
Seite 9

Tante Rosi kommt mit Baby Fritzi auf dem Arm. Papa holt den Schraubenzieher. Quietsch, klack. Quietsch, klack. Aus dem Gitterbett werden vier flache Gitter an der Wand.

Hanna sitzt klein und allein auf dem großen Bett, die Ecke daneben ist leer
Seite 10

Hanna sitzt allein auf dem großen Bett. Es ist so breit wie ein Meer. Die Ecke, wo das Gitterbett stand, ist leer. Kein Knarz. Hanna drückt das Gesicht ins Kissen.

Baby Fritzi beißt in das Gitter, Hanna lacht
Seite 11

Da krabbelt Fritzi zu den Gittern, zieht sich hoch und – hamm! – beißt genau in Hannas Zahnstellen. „Hey, das sind meine!“, ruft Hanna. Und dann muss sie lachen.

Papa hängt das Sternenmobile über das große Bett, Hanna zeigt strahlend nach oben
Seite 12

„Fritzi übt schon mal“, sagt Tante Rosi. Hanna hat eine Idee. „Fritzi kriegt das Gitterbett und die Zahnstellen. Aber die Sterne kommen zu mir!“ Papa hängt sie übers große Bett.

Hanna winkt am Fenster einem kleinen roten Auto mit den Gittern auf dem Dach nach
Seite 13

Am Fenster winkt Hanna. Tante Rosi, Fritzi und die vier Gitter fahren davon. Draußen gehen die Laternen an. „Tschüss, Gitterbett“, flüstert Hanna. Diesmal geht es ganz leicht.

Hanna putzt sich im Bad die Zähne
Seite 14

Hanna putzt die Zähne. Dieselben Zähne, die das Gitterbett angeknabbert haben. Dann setzt sie den Zoo ins große Bett. Platz für alle fünf. Sogar das Krokodil liegt gerade.

Hanna liegt mit ihren Kuscheltieren im großen Bett, Papa pustet das Mobile an
Seite 15

Papa macht das Licht aus. Nur der Mond schaut herein. Papa pustet. Pühh. Über Hanna drehen sich die fünf Sterne. Langsam. Wie immer.

Hanna schläft im großen Bett, über ihr drehen sich die fünf Sterne im Mondlicht
Seite 16

Hanna dreht sich auf die Seite. Da knarzt das große Bett. Knarz. „Hallo, großes Bett“, flüstert Hanna. Die Sterne drehen sich langsamer. Noch langsamer. Gute Nacht, Hanna.

Das große Bett mit der himmelblauen Decke und dem leuchtenden Sternenmobile bei Nacht

Ende. Gute Nacht!

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