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Der große braune Bär Brumm liegt hellwach vor seiner Höhle im verschneiten Wald, auf seinem Bauch sitzt eine kleine Haselmaus

Gute-Nacht-Geschichte

Brumm ist hellwach

  • ab 4 Jahren
  • ca. 2 Min. vorlesen
  • 3 Min. anhören
  • 8 Seiten
  • Aquarell

Alle Tiere gehen in den Winterschlaf, nur Bär Brumm ist hellwach. Er probiert, wie Igel, Fledermaus und Frosch schlafen – und kullert, plumpst und matscht dabei. Erst neben der kleinen Haselmaus Mimi hört er, wie leise der erste Schnee fällt, und schläft bis zum Frühling.

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Die Geschichte zum Vorlesen

Bär Brumm sitzt mit großen Augen vor seiner Höhle, um ihn herum fallen bunte Herbstblätter
Seite 1

Im Wald wurde es kalt. Die Blätter tanzten von den Bäumen, und alle Tiere wurden müde. Nur einer nicht: der große Bär Brumm. Er saß vor seiner Höhle und machte kugelrunde Augen. „Winterschlaf?“, brummte er. „Ich bin doch hellwach!“

Brumm kullert zusammengerollt den Hügel hinunter, oben schaut ein Igel aus dem Laub
Seite 2

Da raschelte es im Laub. Igel Stachelfritz rollte sich zu einer Kugel. „So schläft man“, gähnte er. „Ganz rund und ganz klein.“ Brumm rollte sich auch zusammen. Er wurde rund. Er wurde kugelig. Und dann kullerte er – rumpel, pumpel – den ganzen Hügel hinunter.

Brumm hängt kopfüber an einem knackenden Ast, neben ihm hängt ruhig eine kleine Fledermaus
Seite 3

Unten am Hügel hing Fledermaus Flatter kopfüber an einem Ast. „So schläft man“, piepste sie. „Kopfüber und ganz still.“ Brumm kletterte hinauf und ließ sich auch hängen. Knack!, machte der Ast. Plumps!, machte Brumm. Und hellwach war er immer noch.

Brumm sitzt von Kopf bis Fuß voller Schlamm am Teich, neben ihm guckt ein Frosch aus dem Matsch
Seite 4

Am Teich buddelte sich Frosch Quaki in den weichen Schlamm. „So schläft man“, quakte er. „Tief unten, wo es warm ist.“ Brumm buddelte mit. Er buddelte und buddelte, bis er von Kopf bis Fuß ein Matschbär war. Aber müde? Kein bisschen.

Brumm und die kleine Haselmaus Mimi sitzen nebeneinander auf einem Baumstamm vor der Höhle
Seite 5

Brumm stapfte zurück zu seiner Höhle. Da saß die kleine Haselmaus Mimi. „Ich kann auch nicht schlafen“, flüsterte sie. „Ich bin so allein.“ Brumm setzte sich neben sie. „Ich auch“, sagte er leise. Zusammen schauten sie in den grauen Himmel.

Die ersten Schneeflocken fallen, Brumm und Mimi lauschen mit halb geschlossenen Augen
Seite 6

Da fiel die erste Schneeflocke. Und noch eine. Und dann tausend. „Hör mal“, wisperte Mimi. „Wie leise der Schnee ist.“ Brumm hörte hin. Es war so still, dass er sein eigenes Herz hörte: bumm, bumm. Ganz langsam.

Brumm gähnt in seiner warmen Höhle, Mimi schläft in seinem Bauchfell
Seite 7

Brumm legte sich in seine Höhle, und Mimi kuschelte sich in sein weiches Bauchfell. Draußen deckte der Schnee den Wald zu wie eine weiße Decke. Brumm gähnte ein riesengroßes Bärengähnen. „Gute Nacht, Mimi“, murmelte er. Doch Mimi schlief schon.

Im Frühling streckt sich Brumm in der Sonne, Mimi sitzt lachend auf seiner Nase
Seite 8

Als die Sonne wiederkam, tropfte es von allen Zweigen. Brumm streckte sich und blinzelte. Mimi saß auf seiner Nase und lachte. „Hab ich was verpasst?“, fragte Brumm. „Nur den ganzen Winter“, kicherte Mimi. Und draußen sangen schon die Vögel.

Bär und Haselmaus schlafen zusammen unter einer weichen Schneedecke

Ende. Gute Nacht!

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