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Ida schaut im Schlafanzug aus dem leuchtenden Fenster, draußen im Schnee sehen ein Fuchs, ein Hase und ein Rotkehlchen zu ihr hinauf

Gute-Nacht-Geschichte

Pssst, flüstert der Schnee

  • ab 4 Jahren
  • ca. 3 Min. vorlesen
  • 3 Min. anhören
  • 8 Seiten
  • Aquarell

Am Abend fällt der erste Schnee, und draußen wird alles weich und still. Ida will die ganze Nacht wach bleiben, aber Papa verspricht: Der Schnee schreibt alles für sie auf. Nachts kommen ein Fuchs, ein Hase und ein Rotkehlchen an Idas Fenster vorbei – und am Morgen wartet im Schnee eine Überraschung.

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Die Geschichte zum Vorlesen

Ida drückt am Abend die Nase an die Fensterscheibe, draußen tanzen die ersten Schneeflocken im Laternenlicht
Seite 1

Es ist Abend. Ida drückt die Nase an die kalte Fensterscheibe. Draußen, im Licht der Laterne, tanzt etwas. Eine Flocke. Zwei Flocken. Viele, viele Flocken! „Papa!“, ruft Ida. „Komm schnell! Der erste Schnee!“

Ida und Papa lauschen am Fenster, draußen tragen Zaun, Hecke und Fahrrad weiße Schneemützen
Seite 2

Der Schnee fällt auf den Zaun und auf die Hecke. Das Fahrrad bekommt eine weiße Mütze. Alles wird weich und rund. Und still. So still, dass Ida flüstert: „Warum ist es so leise?“ Papa flüstert zurück: „Hör mal. Der Schnee sagt: Pssst.“

Ida malt mit dem Finger ein Herz an die beschlagene Scheibe, Papa sitzt lächelnd auf ihrem Bett
Seite 3

„Ich bleibe wach“, sagt Ida. „Die ganze Nacht! Sonst verpasse ich alles.“ Papa lächelt. „Der Schnee schreibt alles für dich auf. Morgen kannst du es lesen.“ Da haucht Ida an die Scheibe und malt ein Herz hinein. „Gute Nacht, ihr Tiere da draußen.“

Ein Fuchs hat sich nachts unter der verschneiten Hecke eingerollt, die Schwanzspitze auf der Nase
Seite 4

Bald schläft Ida. Aber draußen ist noch jemand wach. Tipp, tipp, tipp – ein Fuchs läuft durch den Garten. Er schaut zu Idas Fenster hinauf. „Pssst“, flüstert der Schnee. Da rollt sich der Fuchs unter der Hecke ein, die Schwanzspitze auf der Nase.

Ein Hase kuschelt sich nachts unter dem Apfelbaum in den Schnee, hinter ihm leuchtet Idas Fenster
Seite 5

Hopp, hopp, hopp – da kommt ein Hase. Zwei lange Ohren, ein weißes Puschelschwänzchen. Er hoppelt einmal rund ums Haus und schnuppert am Fenster. „Pssst“, flüstert der Schnee. Da kuschelt sich der Hase unter den Apfelbaum und legt die Ohren an.

Ein aufgeplustertes Rotkehlchen sitzt auf dem verschneiten Fensterbrett, drinnen schläft Ida
Seite 6

Und ganz zuletzt kommt ein Rotkehlchen. Trippel, trippel – schon sitzt es auf dem Fensterbrett und guckt hinein. Da liegt Ida und schläft. „Pssst“, flüstert der Schnee. Das Rotkehlchen plustert sich auf, rund wie ein Ball. Und der Schnee deckt alle zu. Ganz leise.

Ida steht am Morgen in Mütze und Stiefeln vor einem großen Herz aus Tierspuren im Schnee
Seite 7

Am Morgen glitzert alles. Knirsch, knirsch, stapft Ida hinaus und liest im Schnee: Tipp, tipp – das war der Fuchs. Hopp, hopp – der Hase. Trippel, trippel – das Rotkehlchen. Alle Spuren führen zu Idas Fenster. Und da ist ein Herz im Schnee. Ein großes Herz aus Spuren!

Ida schläft lächelnd im Bett, an der Scheibe ist ein neues Herz, draußen fällt Schnee
Seite 8

„Papa, schau!“, ruft Ida. „Die Tiere haben mir auch Gute Nacht gesagt!“ Papa nickt. „Und der Schnee hat es aufgeschrieben.“ Am Abend malt Ida wieder ein Herz an die Scheibe. Draußen fallen die Flocken, weich und leise. „Pssst“, flüstert der Schnee. Gute Nacht, Ida.

Ein kleines Rotkehlchen schläft aufgeplustert auf einem verschneiten Fensterbrett

Ende. Gute Nacht!

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