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Das kleine Lockenschaf Flocke mit rosa Schleife springt über einen weißen Zaun auf einer Wolkenwiese hoch über den Dächern

Gute-Nacht-Geschichte

Flocke, das Schäfchen Nummer sieben

  • ab 5 Jahren
  • ca. 3 Min. vorlesen
  • 3 Min. anhören
  • 8 Seiten
  • Bilderbuch

Wenn ein Kind Schäfchen zählt, springen oben auf der Wolkenwiese die Zählschäfchen über den Zaun – und Flocke, das kleinste, ist immer Nummer sieben. Heute zählt Ben und wird dabei immer wacher. Bis Flocke eine Idee hat: Sie springt nicht, sondern gähnt. Und Gähnen ist ansteckend.

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Die Geschichte zum Vorlesen

Auf einer Wolkenwiese über den Dächern stehen Schafe an einem weißen Zaun an, Flocke ist die Siebte
Seite 1

Hoch über den Dächern, auf einer Wiese aus Wolken, wohnen die Zählschäfchen. Immer wenn ein Kind nicht einschlafen kann und Schäfchen zählt, springen sie über einen kleinen weißen Zaun. Eins nach dem anderen. Hopp, hopp, hopp! Das kleinste von ihnen heißt Flocke. Flocke ist immer Nummer sieben.

Ben liegt hellwach im Bett und zählt an den Fingern, draußen springen Schafe über einen Zaun
Seite 2

Heute Nacht kann Ben nicht schlafen. Er liegt in seinem Bett, die Augen weit offen, und zählt: „Eins … zwei … drei …“ Oben auf der Wolkenwiese geht es los. Hopp über den Zaun! Hopp über den Zaun! Flocke stellt sich in die Reihe. Sie gähnt. Es ist schon spät für ein kleines Schaf.

Flocke purzelt lachend in eine weiche Wolke, das große Schaf Bertram beugt sich über sie
Seite 3

„… vier … fünf … sechs …“ Und dann: „Sieben!“ Flocke nimmt Anlauf. Tripp, trapp, tripp – und hopp! Fast. Ihr Hinterbein bleibt am Zaun hängen, und sie purzelt in eine weiche Wolke. Plumps. „Alles gut?“, fragt das große Schaf Bertram. „Alles gut“, sagt Flocke und gähnt schon wieder.

Schafe springen außer Puste über den Zaun, Bertram wischt sich die Stirn, Flocke schaut müde zu
Seite 4

Ben zählt weiter: „Acht, neun, zehn …“ Aber er wird nicht müde. Im Gegenteil! „Elf! Zwölf! Dreizehn!“, ruft er. Die Schäfchen springen und springen. Bald sind alle ganz aus der Puste. „So geht das nicht weiter“, schnauft Bertram. „Bei hundert fallen wir um.“

Flocke liegt gemütlich oben auf dem Zaun wie auf einem Kissen und gähnt riesig
Seite 5

Da hat Flocke eine Idee. Sie springt nicht. Sie legt sich oben auf den Zaun, ganz gemütlich, wie auf ein Kissen. Sie macht die Augen halb zu. Und dann gähnt sie. Ein riesengroßes, langes, wolliges Gähnen: „Uuuaaahhh.“

Ben gähnt im Bett, draußen gähnen alle Schafe, und der Mond hält sich die Hand vor den Mund
Seite 6

Unten im Bett macht Ben große Augen. Und dann muss er auch gähnen. „Uuuaaahhh.“ Gähnen ist nämlich ansteckend. Auch bei Schafen. Bertram gähnt. Die Zwillinge gähnen. Bald gähnt die ganze Wolkenwiese. Sogar der Mond hält sich die Hand vor den Mund.

Flocke kuschelt sich in eine Wolke und flüstert den anderen Schafen „Psst“ zu
Seite 7

„Sieben …“, murmelt Ben. „Sieben … sieben …“ Weiter kommt er nicht. Seine Augen werden schwer, so schwer wie zwei warme Decken. Flocke kuschelt sich in ihre Wolke. „Psst“, flüstert sie den anderen zu. „Heute zählen wir nur bis sieben.“

Ben schläft lächelnd, oben auf der Wolkenwiese schlafen alle Schafe in einem Haufen
Seite 8

Und so schlafen sie alle ein: Ben in seinem Bett und die Schäfchen auf ihrer Wolkenwiese. Nur ein einziger Stern blinzelt noch über den Zaun und zählt ganz leise: eins, zwei, drei … Aber das hört keiner mehr. Gute Nacht, Flocke. Gute Nacht, Ben.

Flocke schläft auf einer flauschigen Wolke neben einem kleinen Zaun, darüber ein Stern

Ende. Gute Nacht!

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