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Lina mit blonden Zöpfen und der winzige Sandmann mit roter Nase fliegen lachend auf einer Wolke über die schlafende Stadt

Gute-Nacht-Geschichte

Der Sandmann hat Schnupfen

  • ab 5 Jahren
  • ca. 3 Min. vorlesen
  • 3 Min. anhören
  • 8 Seiten
  • 3D-Trickfilm

Jeden Abend streut der Sandmann goldenen Schlafsand in alle Augen, die noch offen sind – doch heute hat er Schnupfen. Bei jedem Niesen schläft die halbe Stadt ein. Lina holt ihn herein, kocht ihm Tee mit Honig und fliegt dann selbst auf seiner Wolke los, um den Schlafsand zu verteilen.

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Die Geschichte zum Vorlesen

Der winzige Sandmann mit Sternenmütze fliegt auf seiner Wolke über die Stadt und streut goldenen Sand
Seite 1

Jeden Abend fliegt der Sandmann auf seiner kleinen Wolke über die Stadt. Er streut goldenen Schlafsand in alle Augen, die noch offen sind. Ein bisschen hier, ein bisschen da. Und alle schlafen ein. Aber heute Abend ist etwas anders. Heute Abend hat der Sandmann Schnupfen.

Eine goldene Niesewolke zieht über die Straße: Der Bäcker schläft über dem Teig, ein Kater auf der Mauer
Seite 2

„Ha … ha … HATSCHI!“ Puff! Eine riesige goldene Wolke stiebt durch die Luft. Der Bäcker schläft über seinem Teig ein. Die Kühe auf der Weide schnarchen im Stehen. Und Kater Moppel schläft mitten auf der Gartenmauer ein, eine Pfote noch in der Luft.

Lina lehnt sich aus dem Fenster, auf der Fensterbank schnieft der kleine Sandmann in ein Taschentuch
Seite 3

Lina hört das Niesen durch ihr offenes Fenster. „Gesundheit!“, ruft sie. Draußen auf der Fensterbank sitzt ein winziger Mann mit roter Nase und spitzer Mütze. „Danke“, schnieft er. „Ich bin der Sandmann. Und ich fürchte, ich bin krank.“

Der Sandmann sitzt in einen dicken Schal gewickelt auf Linas Kissen und hält eine Puppentasse Tee
Seite 4

Lina holt ihn herein. Sie wickelt ihm ihren Schal um, so oft, dass nur noch seine Nase herausschaut. Sie macht ihm Tee mit Honig in ihrer Puppentasse. „Jetzt musst du dich ausruhen“, sagt sie streng. „Aber wer bringt dann den Schlafsand?“, fragt der Sandmann.

Lina und der Sandmann schweben auf der kleinen Wolke aus dem Fenster in die Sternennacht
Seite 5

Lina überlegt nicht lange. „Ich!“, sagt sie. Der Sandmann zeigt ihr alles: „Nur eine Prise. Ganz sachte pusten. Und nicht niesen!“ Dann steigen sie zusammen auf die kleine Wolke. Hui! Die Wolke ist weich wie Zuckerwatte und schwebt hinaus in die Nacht.

Lina pustet Schlafsand zu einem Fenster, hinter dem ein Baby einschläft, der Sandmann zeigt den Daumen hoch
Seite 6

Sie fliegen über die Dächer. Lina streut ein bisschen Sand für das Baby, das weint. Ein bisschen für den Opa, der Schäfchen zählt. Und ein bisschen für den Hund, der den Mond anbellt. Pust, pust. Überall gehen die Augen zu. „Du bist ein Naturtalent“, schnieft der Sandmann.

Lina gähnt im Bett mit Glitzersand auf der Nase, der Sandmann deckt sie zu
Seite 7

Zurück in ihrem Zimmer gähnt Lina. Ein kleines bisschen Sand ist wohl auf ihrer Nase gelandet. Der Sandmann deckt sie zu und gibt ihr den Schal zurück. „Mein Schnupfen ist schon viel besser“, sagt er. „Das macht dein Tee. Und deine Hilfe.“

Lina schläft lächelnd, draußen winkt der Sandmann auf seiner Wolke zum Abschied
Seite 8

Dann steigt er auf seine Wolke und winkt. „Gute Nacht, Lina!“ Ganz von fern hört sie noch ein leises „Hatschi!“ – und irgendwo fängt ein Igel ganz laut an zu schnarchen. Lina kichert. Dann schläft sie auch ein. Ganz ohne Sand.

Ein kleiner Samtbeutel mit goldenem Sand und ein gepunktetes Taschentuch

Ende. Gute Nacht!

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