Zähneputzen mit Kindern: Gute-Nacht-Geschichte und 5 Tipps
„Dinos putzen keine Zähne!“ Wer kleine Kinder hat, kennt solche Sätze. Am Abend sind alle müde, die Geduld ist kurz – und ausgerechnet jetzt soll noch geputzt werden. Schnell wird daraus ein kleiner Machtkampf am Waschbecken.
Einen Zaubertrick gegen Zahnputz-Streit gibt es nicht. Aber es gibt eine Geschichte, die genau davon erzählt, und ein paar Ideen aus dem Familienalltag, die den Abend leichter machen.
Die Geschichte: „Schrubb-schrubb, Dodo!“
In „Schrubb-schrubb, Dodo!“ will der kleine Dino Dodo seine Zähne nicht putzen. Gar nicht. Er versteckt sich hinter dem Vorhang, nur sein Schwanz guckt noch heraus.
Papa schimpft nicht. Er putzt einfach allein – ganz langsam, ganz leise, ganz schön langweilig. So langweilig, dass Dodo es nicht mehr aushält: „So geht das doch nicht!“ Er holt seine rote Zahnbürste, klettert auf seinen Hocker und zeigt Papa, wie Dinos putzen: mit Schwanzwackeln, schrubb-schrubb links, schrubb-schrubb rechts. Und mit einem Lied, das er sich selbst ausdenkt:
Schrubb-schrubb links und schrubb-schrubb rechts,
schrubb-schrubb hin und schrubb-schrubb her,
oben, unten, rundherum –
blitzeblank, was will ich mehr?
Die Geschichte ist für Kinder ab drei Jahren und in wenigen Minuten vorgelesen. Ihr könnt sie auf der Seite selbst vorlesen oder sie euch in der 3D-Bücherei vorlesen lassen – kostenlos und ohne Anmeldung.
5 Tipps, die das Zähneputzen leichter machen
1. Lasst euch zeigen, wie es geht
Dodo putzt nicht, weil Papa es ihm erklärt, sondern weil er Papa zeigen darf, wie es richtig geht. Das klappt auch zu Hause: „Wie putzt eigentlich ein Dino? Und ein Löwe? Und ein Pinguin?“ Wer Lehrer sein darf, macht lieber mit. Putzt ihr dabei selbst ein bisschen ungeschickt, umso besser – Kinder lieben es, Erwachsene zu verbessern.
2. Ein Lied, das Anfang und Ende hat
Ein Putzlied macht aus „noch ein bisschen“ etwas, das man hören kann: Wenn das Lied zu Ende ist, ist auch das Putzen fertig. Singt Dodos Lied ein paar Mal hintereinander oder erfindet euer eigenes, mit einer Strophe für oben, unten, links und rechts. Wie lange geputzt werden sollte, sagt euch eure Zahnarztpraxis – das Lied hilft beim Durchhalten.
3. Immer gleiche Reihenfolge, immer gleicher Ort
Schlafanzug, Zähneputzen, Toilette, Geschichte: Wenn die Reihenfolge jeden Abend gleich ist, muss sie nicht jeden Abend neu verhandelt werden. Ein eigener Hocker am Waschbecken – wie Dodos grüner Hocker – und eine Zahnbürste, die das Kind selbst ausgesucht hat, machen aus dem Zähneputzen etwas, das „ich schon selbst kann“.
4. Erst selbst putzen, dann kommt die Kontrolle
Kinder wollen selbst putzen, und das dürfen sie auch. Danach kommt einmal kurz der „Zahnputz-Inspektor“ und schaut nach, ob alle Zähne blitzen. Viele Zahnarztpraxen raten, bei kleinen Kindern nachzuputzen. Fragt bei der nächsten Kontrolle, wie lange das bei eurem Kind sinnvoll ist.
5. Ruhig bleiben – auch wenn es heute nicht klappt
Es gibt Abende, an denen nichts hilft. Dann tut es allen gut, nicht zu diskutieren, sondern ruhig und freundlich weiterzumachen: kurz ankündigen, sanft putzen, fertig. Dodos Papa schimpft auch nicht, er macht einfach weiter, bis Dodo neugierig wird. Und morgen ist ein neuer Abend.
Und dann: die Gute-Nacht-Geschichte
Steht das Zähneputzen kurz vor der Geschichte, hat das einen schönen Nebeneffekt: Die Geschichte ist das, worauf sich alle freuen. Kurze Geschichten für müde Abende findet ihr unter kurze Gute-Nacht-Geschichten, für die Kleinsten unter Geschichten für 3- und 4-Jährige.
Und wenn euer Kind selbst der Held sein soll: In der 3D-Bücherei könnt ihr ein eigenes Gute-Nacht-Buch gestalten – zum Beispiel über das Kuscheltier, das zum ersten Mal Zähne putzt, mit eurem Kind als gemalter Figur.