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Der kleine Otter Olli und seine Schwester Pip treiben Pfote in Pfote in einer ruhigen Bucht, Mama Otter lächelt neben ihnen

Gute-Nacht-Geschichte

Kleiner Otter, halt meine Pfote

  • ab 4 Jahren
  • ca. 2 Min. vorlesen
  • 3 Min. anhören
  • 8 Seiten
  • Aquarell

Abends treiben die Seeotter auf dem Rücken und halten sich an den Pfoten, damit keiner im Schlaf fortschwimmt. Heute will Olli allein schlafen – er ist doch schon groß. Als er aufwacht, sind Mama und seine kleine Schwester Pip ein ganzes Stück weiter weg. Da paddelt Pip zu ihm herüber.

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Die Geschichte zum Vorlesen

Mama Otter, Olli und die kleine Pip treiben bei Sonnenuntergang Pfote in Pfote auf dem Rücken
Seite 1

In der Bucht, wo der Seetang wiegt, wohnen die Otter. Am Abend legen sie sich auf den Rücken und lassen sich treiben. Und damit keiner fortschwimmt im Schlaf, halten sie sich an den Pfoten. Mama hält Olli. Olli hält Pip.

Olli treibt stolz ein Stück abseits, Mama und Pip halten sich weiter an den Pfoten
Seite 2

Aber heute sagt Olli: „Ich bin schon groß. Ich brauche keine Pfote mehr.“ Er lässt los und paddelt ein Stück zur Seite. „Ich schlafe allein“, sagt er stolz. Mama lächelt nur. „Gute Nacht, mein Großer.“

Olli treibt allein mit geschlossenen Augen auf den sanften Wellen, die ersten Sterne leuchten
Seite 3

Die Sterne gehen an, einer nach dem anderen. Das Meer schaukelt sanft: auf und ab, auf und ab. Olli schließt die Augen. Wie schön es ist, groß zu sein. Und wie gemütlich das Wasser wiegt …

Olli ist im Mondlicht aufgewacht, neben ihm schnarcht ein runder Seehund, Mama und Pip sind weit weg
Seite 4

Als Olli die Augen wieder aufmacht, ist alles ganz still. Der Mond schaut ihn an. Neben ihm schnarcht leise ein dicker Seehund. Und Mama und Pip? Die sind ein kleines Stück weiter weg als vorhin. Ein ganzes Stück.

Olli schaut nachdenklich, über das mondhelle Wasser paddelt Pip auf ihn zu
Seite 5

„Hm“, macht Olli. Groß sein ist schön. Aber allein wird es ein bisschen kalt an den Pfoten. Da hört er es plätschern. Platsch, platsch, platsch. Etwas Kleines, Flauschiges paddelt auf ihn zu. Es ist Pip!

Olli streckt der kleinen Pip die Pfote entgegen, Sterne spiegeln sich im Wasser
Seite 6

„Olli!“, piepst Pip. „Ich kann nicht schlafen ohne dich. Du hältst immer meine Pfote.“ Olli schaut seine kleine Schwester an. Dann streckt er die Pfote aus. „Komm her“, sagt er. „Ich halte dich.“

Olli und Pip paddeln Pfote in Pfote zu Mama, die ihnen lächelnd die Pfote hinhält
Seite 7

Zusammen paddeln sie zurück zu Mama. Mama hält schon die Pfote auf. „Schön, dass ihr da seid“, flüstert sie. Olli nimmt Mamas Pfote. Und Pip hält Olli. Ganz fest.

Mama Otter, Olli und Pip schlafen Pfote in Pfote unter einem Himmel voller Sterne
Seite 8

Da versteht Olli etwas: Pfotehalten ist nicht nur für Kleine. Pfotehalten ist für alle, die zusammengehören. Und so treiben sie durch die Nacht, drei Otter in einer Reihe, unter tausend Sternen. Gute Nacht, Olli.

Zwei kleine Otterpfoten halten sich auf dem ruhigen Wasser, daneben spiegelt sich ein Stern

Ende. Gute Nacht!

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