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Der graue Stoffelefant Rüssel fährt in einem kleinen Blechzug mit bunten Laternen über mondbeschienene Dächer, ein Stoffhase mit Schaffnermütze winkt

Gute-Nacht-Geschichte

Rüssel und der Nachtzug der Kuscheltiere

  • ab 5 Jahren
  • ca. 3 Min. vorlesen
  • 3 Min. anhören
  • 8 Seiten
  • Bilderbuch

Der kleine Stoffelefant Rüssel bleibt auf einer Parkbank zurück, und Jonas ist schon zu Hause. Da hält der Nachtzug der verlorenen Kuscheltiere vor ihm. Straßennamen kennt Rüssel nicht, aber er weiß: Bei Jonas riecht es nach Pfannkuchen, und am Fenster klebt ein Papierstern.

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Die Geschichte zum Vorlesen

Der kleine graue Stoffelefant sitzt in der Dämmerung allein auf einer großen Parkbank
Seite 1

Auf einer Parkbank, ganz allein, saß ein kleiner Stoffelefant. Er hieß Rüssel, und er gehörte Jonas. Aber Jonas war schon nach Hause gegangen – ohne ihn. Es wurde dunkel. Rüssel ließ die Ohren hängen. „Jonas schläft doch nie ohne mich“, flüsterte er.

Ein winziger Blechzug mit leuchtenden Laternen hält vor der Bank, ein Stoffhase mit roter Mütze winkt
Seite 2

Da ratterte es leise. Tsch-tsch-tsch! Ein winziger Zug aus Blech kam über den Kiesweg gefahren, mit bunten Laternen an jedem Wagen. Er hielt genau vor der Bank. „Einsteigen, bitte!“, rief ein Stoffhase mit Schaffnermütze. „Der Nachtzug der verlorenen Kuscheltiere fährt gleich ab!“

Im laternenhellen Zugwagen sitzen ein Teddy, eine Giraffe mit Halstuch, ein Schaf und Rüssel
Seite 3

Im Zug saßen lauter Kuscheltiere: ein Bär mit nur einem Knopfauge, eine Giraffe mit Halstuch und ein Schaf, das nach Badeschaum duftete. Alle waren irgendwo liegen geblieben – im Bus, im Sandkasten, beim Bäcker. „Keine Sorge“, brummte der Bär. „Dieser Zug bringt jeden nach Hause.“

Der Zug fährt über mondhelle Dächer, eine Stoffgiraffe klettert durch ein Fenster zu einem schlafenden Kind
Seite 4

Der Zug fuhr über Dächer und Gartenzäune, durch eine Hecke und an schlafenden Katzen vorbei. An manchen Fenstern hielt er kurz an. Die Giraffe stieg aus und schlüpfte zu einem Mädchen ins Bett. Dann das Schaf. Dann der Bär. Und jedes Mal ging drinnen ein kleines Lächeln an.

Rüssel denkt angestrengt nach, der Stoffhase kniet mit einer Stadtkarte neben ihm
Seite 5

Nur Rüssel wusste nicht, wo er hinmusste. „Wie heißt deine Straße?“, fragte der Schaffner. Rüssel überlegte. Straßen hatte er sich nie gemerkt. Aber er wusste etwas anderes: Bei Jonas roch es immer nach Pfannkuchen. Und am Fenster klebte ein Stern aus Papier.

Rüssel schnuppert mit erhobenem Rüssel aus dem Zugfenster, oben im Haus leuchtet ein gelber Papierstern
Seite 6

„Dann schnuppern wir!“, rief der Schaffner. Der Zug fuhr ganz langsam die Straße entlang. Schnupper, schnupper … Tomatensuppe? Nein. Seife? Nein. Pfannkuchen! Und da – am Fenster im ersten Stock – leuchtete ein gelber Papierstern im Mondlicht.

Jonas schläft lächelnd in seinem Bett und hält den kleinen Stoffelefanten fest im Arm
Seite 7

Rüssel kletterte die Regenrinne hinauf, ganz vorsichtig, Stück für Stück. Durch das gekippte Fenster rutschte er ins Kinderzimmer. Da lag Jonas und schniefte im Schlaf. Rüssel kuschelte sich unter seinen Arm. Jonas seufzte, drückte ihn fest – und lächelte.

Am Morgen hält Jonas staunend Rüssel hoch, an dessen Rüsselspitze ein bisschen Ruß klebt
Seite 8

Draußen pfiff der Nachtzug leise zum Abschied und ratterte weiter, denn irgendwo wartete noch ein Kuscheltier. Am Morgen wunderte sich Jonas: Wie war Rüssel nur nach Hause gekommen? Rüssel sagte nichts. Aber an seiner Rüsselspitze klebte ein bisschen Ruß.

Der kleine Laternenzug dampft über ein Dach davon, einer Mondsichel entgegen

Ende. Gute Nacht!

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