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Der kleine Wind Wusch, ein hellblauer Papierwirbel mit freundlichen Augen, schaukelt ein Nest mit drei Amselküken im blühenden Apfelbaum

Gute-Nacht-Geschichte

Wusch, der kleine Wind

  • ab 4 Jahren
  • ca. 2 Min. vorlesen
  • 3 Min. anhören
  • 8 Seiten
  • Papierkunst

Wusch ist ein kleiner Wind, der gern saust und braust – bis allen Hüte, Wäsche und Äpfel davonfliegen und ihn keiner mehr toll findet. Am Abend können im Apfelbaum drei Amselkinder nicht schlafen, und Wusch probiert zum ersten Mal etwas Neues: ganz leise zu sein.

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Die Geschichte zum Vorlesen

Der kleine Wind saust durchs Dorf: Ein Strohhut fliegt davon, die Wäsche tanzt, Äpfel purzeln ins Gras
Seite 1

Wusch war ein kleiner Wind. Er sauste und brauste und wirbelte herum. Wusch! – flog ein Hut davon. Wusch! – tanzte die Wäsche an der Leine. Wusch! – purzelten die Äpfel ins Gras. „Huiii!“, lachte Wusch. „Bin ich nicht toll?“

Ein Bauer jagt seinem Hut nach, eine Oma hält ihren Wäschekorb fest, Wusch ist ganz klein geworden
Seite 2

Aber die anderen fanden ihn gar nicht so toll. „Mein Hut!“, rief der Bauer. „Meine Wäsche!“, rief die Oma. Und die Blumen hielten sich gegenseitig fest. „Nicht so doll, Wusch!“, riefen alle. Wusch wurde ganz still. Nur ein winziges Lüftchen blieb übrig.

Im Apfelbaum sitzen drei wache Amselküken im Nest, Wusch sitzt daneben auf einem Ast
Seite 3

Am Abend saß Wusch traurig im Apfelbaum. Da hörte er ein Piepsen. Im Nest saßen drei kleine Amselkinder und konnten nicht schlafen. „Es ist so warm“, piepste das eine. „Und so still“, piepste das zweite. Das dritte gähnte nur und guckte traurig.

Die Amselmama spricht freundlich mit Wusch, der vorsichtig Luft holt
Seite 4

Mama Amsel schaute Wusch an. „Kannst du uns helfen?“, fragte sie. „Ganz, ganz leise?“ Wusch staunte. Leise? Das hatte er noch nie probiert. Aber er wollte es versuchen. Er holte tief Luft – und pustete nur ein kleines bisschen: wuuusch.

Wusch schaukelt das Nest sanft wie eine Wiege, die Küken lächeln mit halb geschlossenen Augen
Seite 5

Die Blätter raschelten sanft. Das Nest schaukelte hin und her, hin und her, wie eine Wiege. „Mehr!“, piepste das kleinste Amselkind. „Aber nur so leise!“ Wuuusch, machte Wusch. Wuuusch. Ganz sanft und ganz kühl.

Wusch weht durch die Zweige, ein Windspiel klingt, die Gräser verneigen sich
Seite 6

Dann summte Wusch durch die Zweige. Er ließ das Windspiel am Haus leise klingeln: kling, kling. Er strich den Gräsern über die Köpfe, bis sie sich verneigten. Und er trug den Duft von Heu und Äpfeln bis ins Nest. Das war sein Gute-Nacht-Lied.

Die drei Küken schlafen, die Amselmama steckt den Kopf unter den Flügel, Wusch leuchtet glücklich
Seite 7

Eins, zwei, drei – da schliefen die Amselkinder. Mama Amsel steckte den Kopf unter den Flügel. „Danke, Wusch“, flüsterte sie. „Du bist der beste Wind, den ich kenne.“ Wusch wurde ganz warm ums Herz. Leise sein war auch toll.

Wusch schläft als kleiner hellblauer Wirbel im Wiesengras unter dem Sternenhimmel
Seite 8

Dann legte sich Wusch ins weiche Wiesengras. Er gähnte ein letztes, winziges Lüftchen. Und während die Sterne über dem Apfelbaum funkelten, schlief auch der kleine Wind ein. Psst. Hörst du ihn? Wuuusch … Gute Nacht, Wusch.

Ein kleines Windspiel und Apfelblüten in einem sanften hellblauen Wirbel

Ende. Gute Nacht!

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